Die 10 besten Tipps

So finden Sie den idealen Hausnotruf und vermeiden Fehler

Muss ein zuverlässiger Hausnotruf teuer sein? Welche Vorteile hat ein Hausnotruf für mich oder meine Angehörigen? Was kostet ein Hausnotrufsystem? Und übernimmt die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten?

Wir beantworten Ihnen umfassend alle Fragen rund um die Anschaffung eines Hausnotrufsystems und geben Ihnen wertvolle Hinweise sowie Tipps, damit Sie Fehler vermeiden.

Wir haben die 10 besten Tipps für Sie zusammengestellt. Ihr schneller und einfacher Weg zu einem günstigen Hausnotruf.

≡ Inhaltsverzeichnis

Tipp #1: Hausnotruf Kosten - Nutzen Sie spezialisierte Vergleichsportale

Konkrete Preise für ein Hausnotrufsystem erhalten Sie am einfachsten von spezialisierten Preisvergleichsportalen, da diese Ihre persönlichen Anforderungen und Gegebenheiten berücksichtigen können.

Deswegen sollten Sie sich im ersten Schritt kostenlos und unverbindlich online mehrere Angebote einholen. Dadurch verschaffen Sie sich einen Überblick über die marktüblichen Preise und vermeiden später böse Überraschungen.

So erhalten Sie in 5 Minuten konkrete Hausnotruf-Preise:

Wir können Ihnen die folgenden Vergleichsportale empfehlen. Aber Vorsicht: Nicht alle Hausnotruf Anbieter sind auf allen Portalen vertreten. Deswegen sollten Sie gleich mehrere Portale nutzen und die Vergleiche kombinieren.

Schauen Sie sich alle Vergleiche in Ruhe an und entscheiden Sie sich für zwei der genannten Möglichkeiten. Nachdem Sie die Formulare ausgefüllt haben, werden sich die Anbieter mit konkreten Preisen bei Ihnen melden - natürlich unverbindlich und kostenlos. Darüber hinaus erhalten Sie weitere wertvolle Tipps zur Kostenübernahme und möglichen Zuschüssen.

Warum Sie mindestens 2 der kostenlosen Vergleichsportale nutzen sollten:

  • Nicht alle Anbieter von Hausnotrufsystemen sind auf allen Portalen.
  • Sie vermeiden die Gefahr von Ausreißern.
  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können signifikant sein.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von spezialisierten, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Um den idealen Hausnotruf zu finden, können Sie die genannten Portale so einfach nutzen wie einen Preisvergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie benennen Ihre Anforderungen und erhalten im Anschluss Angebote von regionalen sowie deutschlandweiten Anbietern.

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Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln.

Tipp #2: Was kostet ein Hausnotrufsystem? Damit müssen Sie rechnen

Die Kosten für den Hausnotruf setzen sich aus zwei Faktoren zusammen: Der einmaligen Anschlussgebühr und der monatlichen Grundgebühr.

Beide Posten sind jedoch recht überschaubar. So variieren diese für die einmalige Anschluss- bzw. Aufschaltgebühr von Anbieter zu Anbieter zwischen 10 Euro und 90 Euro. Dies gilt für die Standard-Systeme, mobile Lösungen können mitunter teurer sein.

Die monatlichen Kosten für den Basis-Tarif, den jeder Hausnotruf-Dienst anbietet, belaufen sich auf 23 Euro bis 30 Euro, wobei bei anerkanntem Pflegegrad die monatliche Grundgebühr von maximal 23 Euro von den Pflegekassen übernommen wird.

Wichtiger Hinweis: Der Basis-Tarif deckt in der Regel nur die 24-Stunden-Grundversorgung, also die Benachrichtigung der Angehörigen oder des Rettungsdienstes ab. Für Einsätze oder Türöffnungen können zusätzliche Kosten entstehen, die der Betroffene selber tragen muss.

Darüber hinaus haben alle Anbieter von Hausnotrufsystemen noch weitere Serviceleistungen im Angebot, etwa die Schlüsselhinterlegung oder weitere spezielle Dienste wie die Pflege der persönlichen medizinischen Daten. Zudem haben Sie auch die Möglichkeit, den Hausnotruf über ein Mobiltelefon zu installieren, wenn kein Festnetzanschluss vorhanden sein sollte. Die Kosten für den Hausnotruf über das Mobiltelefon sind jedoch höher und belaufen sich auf ca. 35 Euro bis 40 Euro pro Monat.

Der Leistungsumfang variiert von Anbieter zu Anbieter mitunter sehr stark, sodass deutliche Preisunterschiede zustanden kommen können. Deswegen ist es ratsam, verschiedene Anbieter zu vergleichen und die eigenen Bedürfnisse im Vorfeld genau zu definieren. So sind für einige Betroffene die Standardleistungen vollkommen ausreichend, während andere Senioren weitere Angebote benötigen.

Bevor Sie einen Vertrag abschließen, sollten Sie die Vertragsbedingungen genau lesen und sich umfassend informieren lassen, welchen Umfang die verschiedenen Leistungen haben. Es empfiehlt sich, einen Angehörigen noch einmal über den Vertrag schauen zu lassen. Zudem können auch die Verbraucherzentralen bei der Vertragsprüfung unterstützen.

Tipp #3: So funktionieren Hausnotrufsysteme

Hausnotrufsysteme bieten schnelle Hilfe für Personen, die durch ihr Alter oder Erkrankungen ein erhöhtes Unfallrisiko haben. Zwar gibt es eine Fülle an verschiedenen Systemen, diese funktionieren jedoch alle nach demselben Prinzip.

Im Notfall betätigt der Betroffene den Sender des Hausnotrufsystems und es wird eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale des Anbieters hergestellt. © Monkey Business – stock.adobe.com

So funktioniert der Hausnotruf:

  1. Die betroffene Person trägt rund um die Uhr einen kleinen Sender bei sich. Dies kann ein Armband oder auch ein Anhänger sein.
  2. Im Notfall betätigt der Senior den Knopf des Senders und wird über die Basisstation direkt mit der Notrufzentrale des Hausnotrufdienstes verbunden. Diese ist 24 Stunden am Tag besetzt. Das Signal hat eine sehr große Reichweite und funktioniert auch bei geschlossener Tür.
  3. Die Notrufzentrale nimmt direkt Kontakt mit dem Betroffenen auf, was über die Wechselsprechanlage der Basisstation passiert. Der Mitarbeiter hat Zugriff auf alle Informationen zur anrufenden Person, etwa welche Krankheiten diese hat oder auf welche Medikamente sie angewiesen ist. Im Notfall werden die Informationen auch direkt an den Rettungsdienst weitergegeben.
  4. Je nach Situation werden dann die hinterlegten Verwandten oder der Rettungsdienst durch den Mitarbeiter der Zentrale informiert. Auch wenn sich der Betroffene nicht meldet, werden entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. So ist auch bei Bewusstlosigkeit sichergestellt, dass schnell Hilfe eintrifft.

Für Betroffene bietet der Hausnotruf somit schnelle Hilfe und für Angehörige stellt er eine Entlastung dar. Sie können sich darauf verlassen, dass Ihren Verwandten im Notfall schnell geholfen wird - auch wenn Sie einmal nicht vor Ort sind.

Tipp #4: Für wen ist der Hausnotruf geeignet? - Sicherheit für Betroffene

Ein Hausnotruf ist für alle Personen empfehlenswert, die ein erhöhtes Risiko für Stürze oder Unfälle haben, aber die Eigenständigkeit eines eigenen Haushaltes nicht aufgeben möchten.

Vorteile des Hausnotrufes:

  • Sicherheit zuhause für die Betroffenen in jeder Situation
  • Wahrung der Selbstständigkeit und der Flexibilität im Alltag
  • Hilfe 24 Stunden / rund um die Uhr sowie gute Betreuung
  • vertrauensvoller Ansprechpartner, bei der sich der Betroffene wohlfühlt
  • leichte Installation und einfache Handhabung

Dennoch beschränkt sich der Personenkreis für Hausnotrufsysteme nicht nur auf Senioren, sondern richtet sich an Betroffene, die durch Krankheit, Einschränkungen oder Behinderungen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben. Der Hausnotruf ermöglicht ihnen, den Alltag selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu gestalten.

Tipp: Hausnotrufsysteme sind auch in speziellen Einrichtungen wie zum Beispiel Seniorenwohnparks oder im betreuten Wohnen eine sinnvolle Investition.

Der Vorteil des Hausnotrufs liegt nicht nur für die Betroffenen auf der Hand. So entlastet das System vor allem die Angehörigen, die nun beruhigt sein können, dass jederzeit schnelle Hilfe vor Ort ist, auch wenn Sie einmal im Urlaub oder unterwegs sind.

Tipp #5: Hausnotruf Anbieter - Johanniter, DRK und Co.

Am Markt für Notrufsysteme gibt es eine große Anzahl von Anbietern: Diese umfassen sowohl Wohlfahrtsverbände als auch private Anbieter. Einen Überblick über einige Anbieter gibt die folgende Liste.

Anbieter Wohlfahrtsverbände von Hausnotrufsystemen:

  • Hausnotruf des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
  • Hausnotruf des Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
  • Malteser Hilfsdienst Hausnotruf
  • Johanniter Hausnotruf
  • Caritas Hausnotruf
  • Hausnotruf der Volkssolidarität
  • Hausnotruf der Diakonie
  • Hausnotruf der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

Private Anbieter von Hausnotrufsystemen:

  • Libify
  • Vitakt Hausnotruf
  • Sonotel Hausnotruf
  • Zembro

Bei der Auswahl des passenden Anbieters spielen verschiedene Punkte eine Rolle. Wichtig ist jedoch, dass Sie das Angebot der verschiedenen Anbieter genau miteinander vergleichen, da es nicht nur bei der Beratung, sondern auch bei der Hilfeleistung mitunter große Unterschiede gibt.

Tipp: Seriöse Anbieter bieten eine umfassende Beratung zu den Leistungen sowie Erklärung zur Funktionsweise des Notrufs und was im Notfall konkret passiert an.

Deswegen sollten Sie bei der Auswahl des passenden Hausnotrufs auf eine ausführliche Beratung achten und diese auch einfordern. Schließlich geht es um die Sicherheit Ihres Angehörigen.

Checkliste für die Auswahl des passendes Hausnotruf-Dienstes:

  1. Umfassende Beratung zu Basis-Funktionen und weiteren Serviceleistungen
    • Was deckt der Basis-Tarif ab?
    • Welche Zusatzleistungen gibt es und sind gewünscht?
    • Wie hoch ist die Anschlussgebühr?
  2. Vertragsbedingungen klären
    • Gibt es eine Mindestlaufzeit?
    • Wie lang sind die Kündigungsfristen?
    • Entstehen Kosten bei einem Fehlalarm?
    • Wie viele Anrufe sind pro Monat abgedeckt?
  3. Inbetriebnahmen & Wartung
    • Ist ein Probemonat möglich, um das System zu testen?
    • Wurde ein Test-Notruf durchgeführt?
    • Funktioniert das Signal sowie die Sprechverbindung zur Zentrale in allen Räumen? Wie ist Lautstärke und Tonqualität?
    • Übernimmt der Anbieter die Wartung und Reparatur der Geräte?
  4. Weitere Aspekte
    • Wie lange dauert es, bis auf den Notruf geantwortet wird?
    • Fragt der Mitarbeiter in der Notrufzentrale konkret nach, welche Art von Hilfe benötigt wird?
    • Wie wird mit dem Betroffenen umgegangen? Wird dieser beruhigt, was in der Notsituation angebracht ist?

Tipp #6: Hausnotruf Kostenübernahme - Zuschüsse der Krankenkasse sichern

Die gute Nachricht: Hausnotrufsysteme sind offiziell anerkannte Hilfsmittel und werden deswegen von der Pflegekasse übernommen. Dies gilt jedoch nur, wenn eine anerkannte Pflegebedürftigkeit beim Betroffenen vorliegt.

Hinweis: Der Zuschuss wird bereits ab Pflegegrad 1 gewährt.

Die Zuschüsse für den Hausnotruf sind jedoch gedeckelt: So beträgt die Pauschale für die Anschlussgebühr bis zu 10,49 Euro. Die monatlichen Gebühren werden bis zu einer Höhe von 23,00 Euro durch die Pflegekassen bezuschusst.

Gut zu wissen: Die meisten Anbieter bieten einen Basistarif für 23,00 Euro an, was genau dem Satz entspricht, der von den Pflegekassen übernommen wird.

Darüber hinaus wird der Zuschuss von den Pflegekassen nur gewährt, wenn der Betroffene den Großteil des Tages allein lebt und durch seinen Pflegezustand jederzeit mit einem Notfall zu rechnen ist.

Vor der Anschaffung sollten Sie deshalb immer noch einmal Rücksprache mit der Pflegekasse halten und eventuelle Modalitäten für die Kostenübernahme im Vorfeld klären.

Tipp #7: Hausnotruf Privat - Steuerliche Absetzbarkeit

Gerade Personen, die nicht über einen Pflegegrad verfügen, werden bei der Kostenübernahme durch die Pflegekassen nicht berücksichtigt. Doch auch dafür stellt der Gesetzgeber eine Möglichkeit zur Verfügung. So lassen sich die Kosten für den Hausnotruf von der Steuer absetzen.

Tipp: Die Kosten für einen Hausnotruf können beim Finanzamt als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden.

Dies gilt auch, wenn der Betroffene in einem Altenheim oder im betreuten Wohnen untergebracht ist - wie der Bundesfinanzhof in einem Urteil von 2015 (Az. VI R 18/14) festgestellt hat.

Tipp #8: Hausnotruf Geräte - Alle Systeme im Überblick

Hausnotrufsysteme bestehen immer aus zwei Komponenten: Dem Basisgerät mit Freisprechanlage sowie einem Funksender. Das Basisgerät wird an einem zentralen Ort in der Wohnung aufgestellt, währenddessen der Funksender dauerhaft beim Betroffenen verbleibt.

Der Funksender, auch bekannt als Alarmknopf oder Funkfinger, ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, zum Beispiel als Armband oder Kette. Wichtig ist, dass dieser dauerhaft vom Senioren getragen wird - auch unter der Dusche! Nur so ist sichergestellt das im Ernstfall schnell Hilfe zur Stelle ist.

Hinweis: Das Basisgerät muss mit dem Telefonanschluss der Wohnung verbunden werden. Ist dies nicht möglich, ist auch ein Anschluss via Mobilfunknetz denkbar.

Die Installation des Hausnotrufs ist recht einfach: So muss das Basisgerät mit der Stromversorgung sowie mit der Telefondose verbunden werden. Wer sich für einen Anbieter mit Selbstinstallation entscheidet, sollte nach dieser einen Test-Notruf absetzen, um zu prüfen, ob alles reibungslos funktioniert.

Unser Tipp: Testen Sie die Sprachqualität in allen Räumen sowie die Reichweite des Gerätes. Über eine Entfernung von 30 bis 50 Metern funktionieren die meisten Geräte auch im Garten einwandfrei.

Für Senioren, die viel unterwegs sind, gibt es bereits mobile Notrufsysteme. Diese sind mit einem eingebauten GPS Signal versehen und melden der Notrufzentrale im Ernstfall den aktuellen Standort. Auch hier kann man zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen: Handelsübliche Mobiltelefone mit Alarmknopf, einfach zu bedienende Geräte mit zwei Tasten sowie speziellen Armbanduhren.

Der Sender eines Notrufsystems, auch Funkfinger genannt, kann entweder um den Hals getragen werden oder der Betroffene erhält ein Armband. © Ingo Bartussek – stock.adobe.com

Neben den technischen Geräten gehört zu einem Hausnotrufsystem natürlich die Notrufzentrale, die 24 Stunden rund um die Uhr besetzt sein sollte. Dort kann geschultes Personal sofort reagieren und die entsprechenden Maßnahmen in die Wege leiten oder die Angehörigen verständigen.

Wichtig: Legen Sie im Vorfeld fest, in welcher Reihenfolge die Kontaktpersonen im Notfall benachrichtigt werden sollen.

Die Liste mit den Notfallkontakten, Telefonnummern und wichtigen Adressen werden zur Installation an den Anbieter übergeben. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen zu buchen, um Ihren Angehörigen oder sich selbst abzusichern.

Das Auslösen des Notrufknopfes hat nicht in jedem Fall zur Folge, dass der Rettungsdienst informiert wird. Im ersten Schritt wird der Betroffene immer mit der Notrufzentrale des Anbieters verbunden, in welchem geschultes Personal dann die nächsten Schritte in die Wege leitet. Das kann auch die Verständigung eines Angehörigen sein, wenn keine akuten Probleme vorliegen. Sollte sich der Betroffene nach Auslösen des Knopfes nicht persönlich melden, kontaktiert die Zentrale natürlich sofort den Rettungsdienst und leitet entsprechende Maßnahmen in die Wege.

Tipp #9: Mehr Schutz durch Zusatzleistungen für Hausnotrufsysteme

Neben dem Basistarif können Sie weitere Zusatzleistungen buchen, um Ihre Angehörigen oder sich selbst umfassend abzusichern. Je nach Anbieter variieren diese Leistungen deutlich - sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch in Bezug auf die Kosten. Im Folgenden werden die üblichen Zusatzleistungen kurz vorgestellt:

Mir-geht-es-gut-Taste/ Funktion

Einige Hausnotrufgeräte sind zusätzlich mit einer Mir-geht-es-gut-Taste versehen, die vor allem passive Sicherheit ermöglicht. Der Senior oder die betroffene Person muss sich einmal pro Tag bzw. in einem definierten Zeitraum melden. Passiert nichts, ruft die Zentrale an und erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist.

Hinterlegung Haus-/Wohnungsschlüssel

Der Hausschlüssel wird bei Nachbarn, dem Pflegedienst oder anderen vertrauten Personen hinterlegt. Somit ist gewährleistet, dass im Ernstfall schnelle Hilfe erfolgt und nicht erst ein Schlüsseldienst geholt werden muss. Sollte eine Hinterlegung bei einer bekannten Person nicht möglich sein, gibt es auch die Möglichkeit einen Schlüsselkasten neben der Haustür zu installieren. Dieser verfügt über ein digitales Schloss, welches mit einem Code geöffnet werden kann.

Mobiler Hausnotruf

Für Senioren, die viel und gerne unterwegs sind, gibt es mobile Systeme, die via GPS funktionieren. Hier wird der Notrufzentrale der genaue Standort des Betroffenen mitgeteilt. Neben Handys mit Alarmfunktion gibt es auch spezielle Uhren, die mit einem Notrufsystem ausgestattet sind.

Falldetektoren & Sturzsensoren

Der Betroffene trägt einen zusätzlichen Sensor am Gürtel oder am Körper, der auf Stürze reagiert. Im Ernstfall wird eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale erstellt, sobald der Sensor reagiert.

Kontaktmatten

Diese funktionieren ähnlich wie die Fallsensoren. Wird in einem bestimmten Zeitintervall keine Aktivität angezeigt, reagiert das System und stellt eine Verbindung zur Notrufzentrale her.

Demenz-Ortung

Dabei handelt es sich um spezielle Armbänder mit GPS Funktion, die vom Betroffenen nicht abgenommen werden können. Verlässt der demente Senior einen vorher definierten Bereich wird ein Alarm an die Notrufzentrale ausgelöst.

Fahrdienste & weitere Betreuungsdienstleistungen

Viele Anbieter, insbesondere die großen Wohlfahrtsverbände, bieten darüber hinaus weitere Dienstleistungen an, um Senioren in Ihrem Alltag zu unterstützen, wie etwa Fahrdienste zum Arzt oder aber auch Einkaufshilfen.

Neben dem Basispaket gibt es noch weitere Zusatzleistungen. Ein Vergleich schafft einen ersten Überblick und der Anbieter vor Ort berät Sie dazu umfassend. © Monkey Business – stock.adobe.com

Weitere Systeme

Darüber hinaus gibt es auch intelligente Systeme, die automatisiert und mit hilfe von Sensoren arbeiten. Diese werden in der ganzen Wohnung installiert und prüfen verschiedene Bewegungsabläufe oder Verhaltensmuster. Werden Abweichungen von diese festgestellt, etwa das zum Beispiel die Wohnungstür nach 22 Uhr geöffnet wird oder über einen längeren Zeitraum keine Bewegungen stattgefunden haben, wird der Angehörige bzw. die betreuende Person über das Smartphone informiert.

Solche Systeme stellen eine gute Ergänzung zum regulären Hausnotruf dar, sind jedoch auch etwas kostenintensiver. In jedem Fall erhalten damit nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen ein hohes Maß an Sicherheit.

Weitere Zusatzleistungen sollten beim konkreten Anbieter nachgefragt werden, da diese auch lokal variieren können.

Tipp #10: Hausnotruf Test - Vergleich Stiftung Warentest & Testsieger

Bei der Wahl des passenden Anbieters gibt es einige Punkte zu beachten. Deswegen hat Stiftung Warentest 2018 neun Anbieter getestet - darunter fünf gemeinnützige Verbände und vier private Anbieter.

Ergebnisse Hausnotruf Vergleich Stiftung Warentest:

  1. Arbeiter-Samariter-Bund - gute Bearbeitung des Notrufs und fachliche Beratung
  2. Deutsches Rotes Kreuz - gute Inbetriebnahme und Funktionstests
  3. Malteser Hilfsdienst - gute fachliche Beratung

Insgesamt zeigten sich aber bei allen getesteten Anbietern Schwächen und aufgrund von Vertragsmängeln ist leider kein Dienst uneingeschränkt zu empfehlen.

Unser Tipp: Vergleichen Sie direkt hier verschiedene Anbieter - und zwar unverbindlich und natürlich vollkommen kostenlos.

Stiftung Warentest hat verschiedene Aspekte getestet, jedoch auf die folgenden Kriterien besonderen Wert gelegt: Eine schnelle Reaktionszeit ist nicht nur bei einem medizinischen Notfall wichtig, sondern auch, damit der Betroffene sich jederzeit sicher fühlen kann. Innerhalb von 30 Sekunden nach Betätigung des Notrufknopfes sollte sich jemand aus der Zentrale melden. Hier ist dann auch eine persönliche Ansprache wichtig. So sollte die Notrufzentrale den Betroffenen mit dem Namen ansprechen sowie klar und deutlich sprechen.

Zudem spielt die Anrufqualität eine entscheidende Rolle, welche auch außerhalb des Raumes, in dem die Basisstation steht, einwandfrei sein sollte. Auch bei geringen Problemen sollte die Zentrale Rückfragen zur Situation stellen, um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Betroffene auch wirklich die Hilfe bekommt, die er benötigt. Dies gilt insbesondere dann, wenn nur die Angehörigen verständigt werden sollen. Auch dies sollte innerhalb von zwei bis drei Minuten nach Eingang des Notrufs geschehen. Hier gilt es zu beachten, dass die Notrufzentrale nachfragt, ob sie mit der richtigen Person verbunden ist, den Anrufer darüber informiert, wer den Notruf ausgelöst hat und welches konkrete Problem vorliegt.

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Wir haben die häufigsten Fragen rund um das Thema Hausnotruf, Kosten, Krankenkasse, Vergleich, Testsieger und Anbieter in diesem Video für Sie zusammengefasst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Hausnotruf

Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Der Betroffene trägt immer einen Sender bei sich, der in einer Notfallsituation betätigt wird. Über die Basisstation wird Kontakt zur Hausnotrufzentrale hergestellt, die 24 Stunden besetzt ist. Die Zentrale leitet weitere Maßnahmen in die Wege, benachrichtigt die Angehörigen oder den Rettungsdienst.

Wie viel kostet ein Hausnotruf?

Ein Hausnotruf im Basistarif kostet 23 € Grundgebühr im Monat. Abhängig vom Anbieter wird eine einmalige Anschlussgebühr von bis zu 60 € erhoben. Liegt ein Pflegegrad vor, übernehmen in der Regel die Pflegekassen die Kosten. Preise können variieren.

Wer übernimmt die Kosten für einen Hausnotruf?

Der Hausnotruf ist ein durch die Pflegekassen offiziell anerkanntes Hilfsmittel (siehe § 40 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (XI)). Somit übernehmen die Pflegekassen die Kosten für ein Hausnotrufsystem.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für einen Hausnotruf?

Ja, die Pflegekassen übernehmen die Kosten für einen Hausnotruf. Dafür müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein: Es wurde ein Pflegegrad festgestellt und die betroffene Person lebt über weite Teile des Tages allein, kann in der Notsituation allein keine Hilfe holen.

Wie hoch sind die Kosten, die von der Pflegekasse für den Hausnotruf übernommen werden?

Die Kosten für den Hausnotruf werden in Höhe sogenannter Vergütungspauschalen von den Pflegekassen übernommen. Diese betragen bis zu 10,49 € für Installation, Aufstellung, Inbetriebnahme & Einweisung in das Gerät sowie bis zu 23 € für die monatlichen Hausnotruf Kosten.

Können die Kosten für den Hausnotruf von der Steuer abgesetzt werden?

Ja, Betroffene können die Kosten für den Hausnotruf steuerlich geltend machen, wenn kein Pflegegrad vorliegt. Die handelt sich dabei um eine haushaltsnahe Dienstleistung, die auch gilt, wenn der Betroffene im betreuten Wohnen oder einem Seniorenheim lebt.

Welcher Hausnotruf Anbieter ist der Beste?

Die Ergebnisse von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2018: 1. Arbeiter-Samariter-Bund (Note 1,6); 2. Deutsches Rotes Kreuz (Note 2,5); 3. Malteser Hilfsdienst (Note 2,4); 4. Johanniter Unfall-Hilfe (Note 2,5). Quelle: Stiftung Warentest

Welche Hausnotruf-Anbieter gibt es?

Die Bandbreite an Hausnotruf-Anbietern ist sehr groß: Diese umfassen Wohlfahrtsverbände und kirchliche Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter, den Arbeiter-Samariter-Bund sowie private Anbieter wie Libify, den Vitakt Hausnotruf oder sicrona. Um den richtigen Anbieter zu finden, sollten verschiedene Angebote miteinander verglichen werden.

Wie funktioniert ein mobiler Notruf?

Der mobile Notruf ist ein mobiles Sendegerät, welches über das Mobilfunknetz funktioniert. In der einfachsten Variante besteht dieses aus einem Notrufknopf, einem Mikrofon sowie einem Lautsprecher, um mit der Notrufzentrale zu kommunizieren.

Wie verbinde ich den Hausnotruf mit dem Handy?

Die Funktionsweise des mobilen Hausnotrufs ist abhängig vom System, welches verwendet wird. Nicht immer ist dafür ein Handy vonnöten. In der Regel wird der mobile Notrufknopf jedoch mithilfe einer App mit dem Smartphone gekoppelt.