Die Anbieter im Vergleich

So finden Sie den passenden Hausnotrufanbieter

Welcher Hausnotrufanbieter ist der Richtige für mich? Welche Anbieter gibt es auf dem Markt? Und was spricht für einen gemeinnützigen oder einen privaten Anbieter?

Zu diesen Fragen geben wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten Antworten sowie nützliche Tipps, was Sie bei der Auswahl eines Hausnotrufanbieters beachten sollten. Ferner finden Sie auch Hinweise zu den aktuellen Tests der Stiftung Warentest.

Wir haben einen Überblick über die relevanten Anbieter von Hausnotrufsystemen für Sie zusammengestellt, inklusive der aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest.

≡ Inhaltsverzeichnis

So finden Sie den richtigen Anbieter - Nutzen Sie spezielle Vergleichsportale

Um sich einen Überblick über die Anbieter und Kosten eines Hausnotrufs zu verschaffen, sollten Sie spezialisierte Vergleichsportale nutzen. Auf Grundlage Ihrer individuellen Bedürfnisse erhalten Sie dort die passenden Angebote.

Holen Sie sich online mehrere Angebote ein und vergleichen diese - kostenfrei und unverbindlich. Die Preisvergleichsportale geben Ihnen wertvolle Hinweise zu den verschiedenen Anbietern und deren Leistungen.

So erhalten Sie konkrete Hausnotruf-Preise:

Wir können Ihnen die folgenden Vergleichsportale empfehlen. Aber Vorsicht: Nicht alle Hausnotruf Anbieter sind auf allen Portalen vertreten. Deswegen sollten Sie gleich mehrere Portale nutzen und die Vergleiche kombinieren.

Transparenzhinweis: Wir erhalten bei Verwendung der vorstehenden Affiliate-Links eine Provision von den Anbietern. Für Sie bleibt der Vergleich kostenlos! Mehr Informationen dazu, wie wir uns finanzieren und zu Affiliate-Programmen und Affiliate-Links.

Schauen Sie sich alle Vergleiche in Ruhe an und entscheiden Sie sich für mehrere der genannten Möglichkeiten. Nachdem Sie die Formulare ausgefüllt haben, werden sich die Anbieter mit konkreten Preisen bei Ihnen melden - natürlich unverbindlich und kostenlos. Weiterhin erhalten Sie weitere wertvolle Tipps zur Kostenübernahme und möglichen Zuschüssen.

Warum Sie mehrere der kostenlosen Vergleichsportale nutzen sollten:

  • Nicht alle Anbieter von Hausnotrufsystemen sind auf allen Portalen.
  • Sie vermeiden die Gefahr von Ausreißern.
  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können signifikant sein.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von spezialisierten, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Um den idealen Hausnotruf zu finden, können Sie die genannten Portale so einfach nutzen wie einen Preisvergleich: Sie benennen Ihre Anforderungen und erhalten im Anschluss Angebote von regionalen sowie deutschlandweiten Anbietern.

Zusatztipp: Kostenlos weitere Hilfsmittel sichern

Bei vorhandenem Pflegegrad haben Sie einen Anspruch auf zahlreiche Pflegehilfsmittel und die entsprechenden Zuschüsse. Sichern Sie sich daher die aktuelle Förderung z.B. für einen Badumbau und profitieren Sie von weiteren nützlichen Hilfsmitteln wie einem Treppenlift oder einem Elektromobil.

Transparenzhinweis: Wir erhalten bei Verwendung der vorstehenden Affiliate-Links eine Provision von den Anbietern. Für Sie bleibt der Vergleich kostenlos! Mehr Informationen dazu, wie wir uns finanzieren und zu Affiliate-Programmen und Affiliate-Links.

Ergebnisse der Stiftung Warentest: Das leisten die Anbieter

Damit Sie bei der Auswahl eines passenden Hausnotrufs keine bösen Überraschungen erleben, hat Stiftung Warentest das letzte Mal 2018 neun Anbieter getestet. Neben fünf gemeinnützigen Verbänden wurden dabei auch vier private Anbieter unter die Lupe genommen.

Hausnotruf im Vergleich - Ergebnisse Stiftung Warentest:

  1. Hausnotruf Arbeiter-Samariter-Bund (ASB): Schnelle Bearbeitung des Notrufs, freundliche Mitarbeiter und einwandfreie Sprechverbindung. Teilweise Probleme bei der Inbetriebnahme sowie deutliche Mängel im Vertrag.
  2. Hausnotruf Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Schnelle Bearbeitung des Notrufs, Mitarbeiter teilweise mit wenig Einfühlungsvermögen. Die Inbetriebnahme verlief problemlos, jedoch deutliche Mängel im Vertrag.
  3. Hausnotruf Malteser Hilfsdienst: Schnelle und gute Bearbeitung des Notrufs, teilweise schlechte Sprachqualität. Sehr gute Beratung, aber deutliche Mängel im Vertrag.

Weiterhin wurden auch folgende Anbieter getestet: Vitakt Hausnotruf (Befriedigend 2,8), Volkssolidarität (Befriedigend 2,8), Die Johanniter (Befriedigend 3,0), Libify (Befriedigend 3,1) sowie Sonotel (Ausreichend 3,8). Der private Anbieter Zembro erhielt nur ein Mangelhaft (5,0).

Gemeinnützige Anbieter Hausnotruf

  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Hausnotruf
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Hausnotruf
  • Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hausnotruf
  • Volkssolidarität Hausnotruf
  • SONOTEL Hausnotruf

Kirchliche Anbieter Hausnotruf

  • Johanniter Hausnotruf
  • Malteser Hausnotruf
  • Caritas Hausnotruf
  • Diakonie Hausnotruf

Private Anbieter Hausnotruf

  • Vitakt Hausnotruf
  • Libify Hausnotruf
  • Zembro Hausnotruf

Überdies gibt es eine Fülle weiterer privater Anbieter, die häufig nur auf eine bestimmte Region begrenzt sind. Die gemeinnützigen sowie die kirchlichen Anbieter von Hausnotrufsystemen sind in der Regel deutschlandweit aktiv.

Der Hausnotruf Anbieter Test legt offen: Aufgrund der Vertragsmängel ist kein Anbieter uneingeschränkt zu empfehlen. © paul6winch – stock.adobe.com

Auch wenn die drei oben genannten Anbieter im Test am besten abgeschnitten haben, vor allem bei der Bearbeitung des Notrufs, so ist keiner uneingeschränkt zu empfehlen. Gerade bei den gemeinnützigen Diensten zeigten sich mitunter deutliche Vertragsmängel - etwa durch unwirksame oder unzulässige Haftungsausschlüsse.

Bevor Sie einen Vertrag für sich oder Ihren Angehörigen unterschreiben, sollten Sie diesen sowie die AGBs genau prüfen und die Verträge der verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen.

Unser Tipp: Lassen Sie sich bei Unklarheiten von den Verbraucherzentralen beraten. Diese geben Ihnen auch wertvolle Tipps bei der Beantragung eines Pflegegrads.

Auf diese Punkte sollten Sie beim Vertragsabschluss achten:

  • Informationen zum Widerrufsrecht: Bei Abschluss eines Vertrages, sei es telefonisch, online oder zu Hause, hat man das Recht innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurückzutreten. Achten Sie auf die entsprechende Klausel bzw. Hinweise dazu im Vertrag.
  • Haftungsausschlüsse: Diese Ausschlüsse sind in der Regel unwirksam. Trifft den Anbieter eine auch noch so geringe Schuld an gesundheitlichen Schäden des Kunden, so haftet dieser immer. Achten Sie insbesondere auf Ausschlüsse in Bezug auf Schwerhörigkeit und Demenz - auch diese sind aus Sicht der Verbraucherzentrale unwirksam.
  • Haftungsausschlüsse bei Störungen des Telefonnetzes: Störungen des Telefonnetzes liegen außerhalb der Macht des Anbieters und sind deshalb wirksam. Die Anbieter sollten die Kunden darauf hinweisen.
  • Klauseln zu Preisänderungen: Die Klauseln sind nur wirksam, wenn sie sachlich gerechtfertigte Gründe enthalten.
  • Hinweise zur Schlichtung: Unternehmen, die mehr als zehn Mitarbeiter haben, müssen in Ihren AGB darüber informieren, ob sie im Streitfall an Schlichtungsverfahren teilnehmen.
In jedem Fall gilt:: Bei der Auswahl des passenden Anbieters ist es ratsam, die Leistungen zu vergleichen und sich verschiedene Angebote einzuholen. Schon bei der Beratung zum Hausnotruf zeigen sich bei einigen Anbietern deutliche Mängel. Haben Sie ein ungutes Gefühl – lieber die Finger davon lassen!

Tipps der Stiftung Warentest für die Auswahl eines Anbieters

Damit Sie und Ihre Angehörigen keine bösen Überraschungen erleben, sollten Sie die nachfolgenden Tipps bei der Auswahl beherzigen.

Vergleich ist das A und O

Vergleichen Sie die Anbieter in Bezug auf Kosten und Leistungen. Prüfen Sie auch, ob eventuelle Zusatzleistungen benötigt werden, die der Basistarif nicht abdeckt. Die einzelnen Anbieter können Sie dazu umfassend beraten und gemeinsam das Für und Wider von Zusatzleistungen evaluieren.

Alle Informationen weitergeben

Der Hausnotrufdienst muss über alle gesundheitlichen Einschränkungen informiert sein. Dies betrifft auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten. Prüfen Sie alle Angaben auf dem Formular noch einmal genau nach und informieren Sie den Anbieter unverzüglich, wenn sich der Gesundheitszustand, Medikamente oder Rufnummern ändern. Hier gilt die Faustregel: Einmal pro Quartal alle wichtigen Informationen prüfen und an den Anbieter weitergeben.

Auswahl an Kontaktpersonen

Sollte ein Notfall auftreten, wird in erster Linie die Kontaktperson informiert. Hier ist es ratsam, verschiedene Kontaktpersonen (bei den meisten Anbietern können bis zu 10 Kontakte hinterlegt werden) zu hinterlegen, da nicht jeder immer erreichbar ist. Alle Kontaktpersonen müssen gemäß der Datenschutzverordnung der Weitergabe Ihrer Daten schriftlich zustimmen.

Im Notfall bereit

Wenn Sie keine Person haben, die im Notfall schnell bei Ihnen ist, bieten viele Dienste, teilweise gegen Aufpreis, an, dass ein Mitarbeiter nach Ihnen schaut. Fragen Sie am besten direkt beim Anbieter nach.

Auf Sprachverbindung achten

Bei der Installation des Geräts sollte dieses auch an dem Ort getestet werden, der am weitesten von der Basisstation entfernt ist. Achten Sie darauf, ob der Mitarbeiter in der Zentrale sie versteht und Sie ihn gut hören können. Führen Sie in jedem Fall immer einen Testnotruf durch.

Notrufknopf immer am Körper

Der Sender, auch Funkfinger genannt, muss immer am Körper getragen werden, um im Notfall auch wirklich helfen zu können. Die meisten Sender sind wasserfest und können somit auch unter der Dusche getragen werden.

Lieber einmal zu viel

Sollten Sie Hilfe benötigen, lösen Sie den Alarm aus. Hier brauchen Sie keine falsche Scheu zu haben. Verharmlosen Sie Ihre Situation nicht, damit die Zentrale die richtige Hilfe schicken kann.

Regelmäßig testen

Unsere Empfehlung: testen Sie den Notruf ungefähr einmal pro Monat - das ist in der Regel kostenfrei. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie es ist, mit der Zentrale zu sprechen und können im Notfall schnell reagieren.

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten für einen Hausnotruf werden von den Pflegekassen übernommen, da der Hausnotruf ein anerkanntes Hilfsmittel ist. Damit die Pflegekassen die Kosten übernehmen, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: So muss unter anderem mindestens Pflegegrad 1 vorliegen und die betroffene Person muss über weite Teile des Tages allein leben und ein Telefon ist in Notfällen nicht ausreichend, um schnell Hilfe zu holen.

Den Antrag auf Kostenübernahme des Hausnotrufs können Sie einfach und schnell direkt bei der zuständigen Pflegekasse stellen. Ferner übernehmen auch die meisten Anbieter die Antragstellung für Sie. Wie die Antragstellung erfolgen sollte und was es darüber hinaus noch zu beachten gilt, können Sie hier nachlesen: Hausnotruf & Krankenkasse.

Die Preisunterschiede der Notrufknopf Anbieter können aufgrund der verschiedenen Zusatzleistungen sehr hoch sein. Nutzen Sie daher am besten einen Anbietervergleich. © Prostock-studio – stock.adobe.com

Hausnotruf Kosten im Überblick

Die Kosten für den Basistarif variieren von Anbieter zu Anbieter, ebenso wie die Anschlusskosten sowie die Kosten für weitere Leistungen wie etwa die Schlüsselverwahrung. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick über die Kosten, die für die verschiedenen Leistungen erbracht werden müssen. Hier handelt es sich um Richtwerte, die korrekten Preise erhalten Sie direkt beim Anbieter.

Tarife Hausnotruf im Überblick
Service Kosten
Basistarif (für Selbstzahler) 25,50 - 30,00 Euro/ mtl.
Anschlussgebühr50,00 - 90,00 Euro/ einmalig
Komfort-Tarif (für Selbstzahler) inkl. Schlüsselhinterlegung40,00 - 60,00 Euro/ mtl.
Hausnotruf inkl. mobilen Notrufsystem6,99 - 15,00 Euro/ mtl.

Die Preise für die einzelnen Zusatzleistungen werden in der Regel auf die Kosten des Basistarifs gerechnet. Viele Hausnotruf-Anbieter bieten Komplett- bzw. Komfort-Pakete an, die neben dem Basistarif bereits die Schlüsselhinterlegung oder ein Mobilteil mit abdeckt.

Da die Kosten von den Krankenkassen lediglich für den Basistarif übernommen werden, müssen Sie für zusätzliche Leistungen einen gesonderten Vertrag mit dem Anbieter abschließen, welcher dann privat direkt mit Ihnen abgerechnet wird.

Wichtig zu wissen: Liegt ein Pflegegrad vor, übernehmen die Pflegekassen die Kosten für den Hausnotruf und rechnen dabei direkt mit dem Leistungserbringer ab.

Privatzahler haben darüber hinaus die Möglichkeit, den Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abzusetzen. Weitere Informationen zu den Kosten für einen Hausnotruf und weiteren Zusatzleistungen, etwa der Schlüsselhinterlegung, finden Sie hier: Hausnotruf Kosten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Hausnotruf Anbieter

Welcher Hausnotruf Anbieter ist der beste?

Die Ergebnisse des letzten Tests der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2018: 1. Arbeiter-Samariter-Bund (Note 1,6); 2. Deutsches Rotes Kreuz (Note 2,5); 3. Malteser Hilfsdienst (Note 2,4); 4. Johanniter Unfall-Hilfe (Note 2,5). Quelle: Stiftung Warentest

Welche Hausnotruf-Anbieter gibt es?

Kirchliche Anbieter: Malteser Hausnotruf, Caritas Hausnotruf, Johanniter Hausnotruf, Diakonie. Gemeinnützige Vereine: ASB Hausnotruf, DRK Hausnotruf, Gemeinnützige Gemeinschaft Sonotel, Arbeiterwohlfahrt Hausnotruf. Private Anbieter: Libify, Vitakt Hausnotruf, sicrona, TeleCare-24.

Wo kann man ein Hausnotrufsystem kaufen?

Ein Hausnotruf-System können Sie bei kirchlichen Anbietern, wie der Diakonie oder gemeinnützigen Vereinen bestellen. Im Einzelhandel finden Sie oft private Anbieter wie Gigaset smart care.

Worauf sollte ich bei einem Hausnotruf Anbieter achten?

Achten Sie bei der Wahl eines Hausnotruf-Anbieters auf die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB). Zum Teil kommt es hier zu Mängeln in den Verträgen und fehlerhaften Widerrufs­belehrungen.