Die 6 beliebtesten Hausnotrufgeräte

So finden Sie das ideale System für Ihre Bedürfnisse

Welche Hausnotrufgeräte gibt es? Ist ein mobiler Notruf sinnvoll für mich? Und wie funktioniert eine Notruf-App?

Wir beantworten Ihnen alle diese Fragen und zeigen, wie die verschiedenen Hausnotrufgeräte funktionieren. Darüber hinaus geben wir Ihnen zahlreiche Tipps für die Anschaffung, damit Sie teure Fehler vermeiden.

Welches Notrufsystem passt am besten zu Ihnen? Wir stellen Ihnen alle Hausnotrufgeräte vor und geben Tipps.

≡ Inhaltsverzeichnis

Notrufsystem Kosten - Vergleichen Sie Preise

Einen ersten Überblick über die Kosten für einen Hausnotruf erhalten Sie bei spezialisierten Preisvergleichsportalen. Dort definieren Sie Ihre Anforderungen und erhalten im Anschluss konkrete Angebote.

Wir empfehlen Ihnen, sich online verschiedene Angebote einzuholen und die Anbieter zu vergleichen. Die Angebote, die Sie erhalten, sind natürlich unverbindlich und kostenfrei.

So erhalten Sie in 5 Minuten konkrete Hausnotruf-Preise:

Wir können Ihnen die folgenden Vergleichsportale empfehlen. Aber Vorsicht: Nicht alle Hausnotruf Anbieter sind auf allen Portalen vertreten. Deswegen sollten Sie gleich mehrere Portale nutzen und die Vergleiche kombinieren.

Schauen Sie sich alle Vergleiche in Ruhe an und entscheiden Sie sich für zwei der genannten Möglichkeiten. Nachdem Sie die Formulare ausgefüllt haben, werden sich die Anbieter mit konkreten Preisen bei Ihnen melden - natürlich unverbindlich und kostenlos. Darüber hinaus erhalten Sie weitere wertvolle Tipps zur Kostenübernahme und möglichen Zuschüssen.

Warum Sie mindestens 2 der kostenlosen Vergleichsportale nutzen sollten:

  • Nicht alle Anbieter von Hausnotrufsystemen sind auf allen Portalen.
  • Sie vermeiden die Gefahr von Ausreißern.
  • Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können signifikant sein.
  • Sie bekommen kostenfreie und unverbindliche Angebote mit konkreten Preisen.
  • Sie erhalten einen ersten Überblick und damit eine ideale Verhandlungsgrundlage.
  • Die Angebote kommen von spezialisierten, regionalen und deutschlandweiten Anbietern.

Um den idealen Hausnotruf zu finden, können Sie die genannten Portale so einfach nutzen wie einen Preisvergleich bei Check24, Verivox und Co.: Sie benennen Ihre Anforderungen und erhalten im Anschluss Angebote von regionalen sowie deutschlandweiten Anbietern.

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#1: Notrufknopf - Das klassische System vieler Anbieter

Ein Hausnotrufsystem besteht immer aus zwei Komponenten: Dem Basisgerät, welches an einer zentralen Stelle in der Wohnung aufgestellt wird, mit einer Freisprecheinrichtung versehen ist und den direkten Kontakt zur Notrufzentrale herstellt. Sowie aus dem Funksender, auch Notrufknopf genannt, der dauerhaft beim Betroffenen verbleibt. Dies ist besonders in der Nacht, aber auch bei Benutzung des WCs oder beim Duschen notwendig, damit im Notfall unverzüglich Hilfe eintrifft.

Der Notrufknopf, den man bei den meisten Anbietern zur Verfügung gestellt bekommt, wird in Form eines Armbandes oder eines Anhängers zur Verfügung gestellt. Die Sender sind in der Regel sehr leicht und unauffällig, sodass diese für die Betroffenen nicht störend sind.

Hinweis: Der Notrufknopf ist so konstruiert, dass er wasserdicht ist und auch bei Stürzen nicht kaputt gehen kann. Deswegen kann und sollte er 24 Stunden vom Betroffenen getragen werden. Nur so ist sichergestellt, dass jederzeit Hilfe geleistet wird.

Tritt ein Problem oder Notfall auf, betätigt der Betroffene den Notrufknopf und es wird unverzüglich eine Verbindung zur Notrufzentrale hergestellt. Die Basisstation ist so konstruiert, dass die Sprachqualität auch durch geschlossene Türen einwandfrei funktioniert. Über eine Entfernung von 30 bis 50 Metern ist die Verbindung in der Regel ohne Probleme möglich - also in auch im Garten.

#2: Notrufarmband - Sicherheit am Handgelenk

Notrufarmbänder gibt es in verschiedenen Ausführungen: Welches das passende Armband für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Möchten Sie den Sender schnell erreichen und empfinden Sie einen Anhänger als störend, ist ein Armband die beste Lösung. Darüber hinaus gibt es Armbänder, die noch weitere Funktionen mit sich bringen.

Hinweis: Welchen Funksender Sie von Ihrem Anbieter erhalten, können Sie nicht immer aussuchen, da die meisten Anbieter Standardsysteme nutzen. Informieren Sie sich am besten bei der Beratung direkt beim Anbieter.

Darüber hinaus können Sie sich im Fachhandel oder im Internet ein Armband kaufen, in welches der Notrufknopf, den Sie von Ihrem Hausnotrufanbieter bekommen haben, eingesetzt werden kann. Mit diesem sind Sie flexibel und können den Knopf sowohl am Arm als auch um den Hals tragen.

#3: Mobiler Hausnotruf - Auch unterwegs immer sicher

Gerade für Betroffene und Senioren, die noch sehr aktiv und deswegen viel unterwegs sind, hat sich der mobile Notruf bewährt, den viele Hausnotrufanbieter zusätzlich im Angebot haben. Die Betroffenen entscheiden sich oft für eine Kombilösung, einen klassischen Hausnotruf für die eigenen vier Wände sowie eine mobile Variante, wenn Sie unterwegs sind.

Der mobile Notruf ist ein mobiles Sendegerät, welches über das Mobilfunknetz funktioniert. In der einfachsten Variante besteht dieses aus einem Notrufknopf, einem Mikrofon sowie einem Lautsprecher, um mit der Notrufzentrale zu kommunizieren. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Handys, mit denen man SMS versenden oder auch telefonieren kann.

Der mobile Notruf funktioniert auf die gleiche Weise wie der klassische Hausnotruf: Der Betroffene löst über den Notrufknopf den Hilferuf aus, eine Verbindung zur Zentrale wird hergestellt und entsprechende Hilfe in die Wege geleitet. Viele mobile Notrufsysteme sind darüber hinaus mit Ortungsfunktion über GPS ausgestattet. So wird sichergestellt, dass im Notfall schnelle Hilfe eintritt, auch wenn der Betroffene sich vor Ort nicht auskennt.

Empfehlung: Prüfen Sie, ob Ihr mobiler Notruf mit einem Sturzsensor ausgestattet ist. Dieser schlägt im Falle eines Sturzes sofort Alarm, ohne dass der Betroffene selbst aktiv werden muss. Ein Plus an Sicherheit!

Da der mobile Notruf bei einem Großteil der Anbieter nicht über den monatlichen Basistarif abgedeckt ist, müssen Sie hier mit zusätzlichen Kosten rechnen. Für das Mobilteil wird in der Regel eine einmalige Gebühr in Rechnung gestellt, für die Aufschaltung der Notrufzentrale entstehen monatliche Kosten. Mit welchen Kosten Sie für einen Hausnotruf rechnen müssen, haben wir Ihnen hier zusammengestellt: Hausnotruf Kosten

Die Kosten für einen mobilen Hausnotruf, der zusätzlich zum Basispaket gebucht werden muss, variiert von Anbieter zu Anbieter. In der Regel müssen Sie mit 7 Euro bis 15 Euro pro Monat zusätzlich für den mobilen Hausnotruf rechnen. Bei einigen Anbietern ist ein mobiler Notruf bereits in speziellen Paketen inkludiert, ebenso wie weitere Leistungen etwa die Schlüsselverwahrung oder Sturzsensoren.

Darüber hinaus können Sie die Kosten für einen Hausnotruf auch bei der Kranken- bzw. Pflegekasse geltend machen. Alle Informationen dazu finden Sie hier: Hausnotruf & Krankenkasse

#4: Hausnotruf auf Handy - Auch im Notfall abgesichert

Dank moderner Technik mithilfe von GPS und Smartphones kann der Hausnotruf auch auf dem Handy genutzt werden. Hier unterscheidet zwischen verschiedenen Möglichkeiten: Einerseits einem speziellen Notruf Handy, andererseits Notruf Apps, die auf dem vorhandenen Telefon installiert werden können.

Notruf Handys sind Mobiltelefone oder Smartphones, die speziell für Senioren und andere Betroffene entwickelt wurden, um im Notfall schnell reagieren zu können. Diese Geräte sind mit einem extra Notfallknopf ausgestattet, der bei Betätigung automatisch die Nummern wählt, die als Notfall Kontakte hinterlegt sind.

Unser Tipp: Hinterlegen Sie verschiedene Kontakte. Diese werden im Notfall nacheinander angerufen, und zwar so lange bis der Anruf angenommen wird.

Die Geräte verfügen über einen Knopf der gut sichtbar, entweder auf der Vorder- oder Rückseite, angebracht ist und im Notfall schnell und vor allem manuell betätigt werden kann. Das umständliche Aufrufen einer App entfällt bei den Notruf-Handys.

Ein Notruf Handy für Senioren sollte über einen gut sichtbaren Notrufknopf auf der Vorder- oder Rückseite verfügen. © Andrey Popov – stock.adobe.com

Zudem sind die Geräte insbesondere für Betroffene geeignet, die nur noch über eine eingeschränkte Sehfähigkeit verfügen. Der Notfallknopf ist recht groß, gut sichtbar angebracht und mit einer Signalfarbe versehen.

Sollten Sie sich den Hausnotruf auf dem Handy entscheiden, müssen Sie sicherstellen, dass das Handy immer ausreichend geladen ist. Denn ist der Akku leer, wird das Absetzen eines Notrufs schwierig. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie eine Powerbank einpacken, mit der Sie das Handy auch von unterwegs laden können.

Darüber hinaus sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass ein Hausnotruf auf dem Handy nicht den optimalen Schutz bietet, wie etwa ein regulärer Hausnotruf, hinter dem spezielle Anbieter sowie eine 24 Stunden besetzte Notrufzentrale stehen. Deswegen ist der Hausnotruf auf dem Handy zwar eine sinnvolle Ergänzung für mobile Senioren, dennoch sollten Sie für sich und Ihre Angehörigen auch über einen speziellen Anbieter nachdenken. Alternativ bietet sich auch ein mobiler Hausnotruf, den viele Hausnotruf Anbieter zu Verfügung stellen.

#5: Notruf Uhr - Die Lösung mit vielen Zusatzfunktionen

Notruf Uhren warten mit vielfältigen Funktionen auf und können deswegen auch zu den Smartwatches gezählt werden. Die Uhr kann im Notfall selbst die Verbindung zur Notrufzentrale herstellen - eine zusätzliche Basisstation wird nicht benötigt. Die Notruf Uhren funktionieren in der Regel in Verbindung mit einer App, die auf dem Smartphone installiert sein muss und über die alle Einstellungen vorgenommen werden können.

Je nachdem für welches System Sie sich entscheiden, wird im Notfall eine hinterlegte Telefonnummer angerufen. Einige Anbieter bieten darüber auch Leistungen im Sinne eines klassischen Hausnotrufes an. Hier reagiert eine Zentrale auf eingehende Anrufe, die 24 Stunden besetzt ist.

Eine Notfall Uhr mit integrierten Fallsensor bzw. Sturzsensor auf Basis einer Smartwatch. Vergleichen Sie die Notfalluhren und prüfen die in einem eigenen Test die einfache Bedienbarkeit. © Denys Prykhodov – stock.adobe.com

Notruf Uhren sind eher für technikaffine Senioren und Betroffene geeignet, da im Vorfeld einige Einstellungen vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus benötigen Sie für die meisten Systeme ein Smartphone, welches mithilfe einer App mit der Notruf Uhr gekoppelt ist.

#6: Notruf App - Die mobile Lösung

Nicht nur Senioren, auch andere Betroffene, die Hausnotrufsysteme nutzen, möchten im Alltag mobil und trotzdem auf der sicheren Seite sein. Für diese wurden spezielle Notruf Apps entwickelt, die in Verbindung mit einem Smartphone funktionieren.

Sowohl für Android als auch für iOS Geräte stehen verschiedene Apps zur Verfügung - einige davon auch kostenfrei. Jedoch sollten Sie bei der kostenfreien Version darauf achten, welche Funktionen integriert sind und im Vorfeld prüfen, ob diese für Ihre Bedürfnisse ausreichend sind.

Funktionen kostenfreier Notruf Apps im Überblick:

  • SOS Button für Notruf an vorher definierte Telefonnummer einer nahestehenden Person
  • Ortung via GPS
  • Überblick persönlicher Daten: Blutgruppe, Medikamente, etc.
  • Wichtige Telefonnummern
  • Erste-Hilfe-Ratgeber für Ersthelfer

Die Funktionsweise verschiedener Notruf Apps ist ähnlich. Nach Betätigung der SOS-Taste versucht diese mit dem Nutzer des Handys Kontakt aufzunehmen, in der Regel durch eine SMS. Erfolgt keine Rückmeldung, alarmiert die App die Telefonnummer, die hinterlegt wurde.

Hinweis: Wenn Sie eine Notruf-App nutzen, sollten Sie die Ortungsfunktion Ihres Smartphones dauerhaft eingeschaltet lassen.

Darüber hinaus gibt es auch Apps, die an spezielle Notrufdienste angeschlossen sind, die 24 Stunden besetzt sind. Diese Apps erheben dafür eine monatliche Gebühr. Nach Betätigung des Notrufknopfs wird automatisch eine Verbindung zur Zentrale hergestellt, die alle Informationen über den Nutzer vorliegen hat und die entsprechenden Maßnahmen in die Wege leitet.

Unser Tipp: Auch wenn Notruf Apps heute viel leisten können, ersetzen diese in der Regel den Hausnotruf nicht. So bieten die Hausnotruf Anbieter umfangreiche Services und können in der Regel schneller sowie in vielen Fällen auch besser auf einen Notfall reagieren.

Mobile Systeme bzw. Notruf Apps sind jedoch eine sinnvolle Ergänzung für Senioren und Betroffene, die viel unterwegs sind. Denn die mobilen Systeme sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit und lassen nicht nur die Angehörigen mit einem erleichterten Gefühl zurück. Bei der Auswahl der passenden App sollten Sie verschiedene Anbieter vergleichen und auch Kundenbewertungen zurate ziehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Hausnotrufgeräte

Was macht ein Hausnotruf?

Im Notfall betätigt der Betroffene den Sender des Hausnotrufsystems und es wird eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale des Anbieters hergestellt. Die Notrufzentrale versucht direkt Kontakt mit dem Betroffenen aufzunehmen und je nach Situation wird der Rettungsdienst oder Verwandte informiert.

Wie funktioniert ein Notfallknopf?

Im Notfall wird der Notfallknopf betätigt und der Betroffene wird über die Basisstation innerhalb von ca. 30 bis 60 Sekunden direkt mit der Notrufzentrale des Hausnotrufdienstes verbunden. Die Notrufzentrale versucht anschließend über eine Lautsprecher-Anlage den Gesundheitszustand des Betroffenen in Erfahrung zu bringen.

Wie weit reicht ein Hausnotruf?

Der Funksender eines Hausnotrufes hat eine Reichweite von ca. 50 Meter. Testen Sie ausgiebig die Reichweite in allen Räumen Ihrer Wohnung, um jederzeit eine ausreichende Abdeckung zu gewährleisten.

Wie funktioniert ein mobiler Notruf?

Der mobile Notruf ist ein mobiles Sendegerät, welches über das Mobilfunknetz funktioniert. In der einfachsten Variante besteht dieses aus einem Notrufknopf, einem Mikrofon sowie einem Lautsprecher, um mit der Notrufzentrale zu kommunizieren.

Wie verbinde ich den Hausnotruf mit dem Handy?

Die Funktionsweise des mobilen Hausnotrufs ist abhängig vom System, welches verwendet wird. Nicht immer ist dafür ein Handy vonnöten. In der Regel wird der mobile Notrufknopf jedoch mithilfe einer App mit dem Smartphone gekoppelt.